Warum Bludit?   Mein Weg führt mich mit weg von den traditionellen und sehr verbreiteten CMS wie Typo3, Joomla und WordPress, hin zu Bludit. Warum das so ist, lesen Sie in diesem Beitrag.

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Bevor ich zu Bludit kam habe ich meine Webseiten mit dem populären WordPress betrieben und war immer sehr zufrieden. Auf einigen meiner Domains kann ich pro Jahr etwa 1 bis 2 Mio Leser verzeichnen, also kein Kleinkram.

Bisweilen kam es vor, das Domains umziehen mussten, sie gehackt wurden und und und, der normale Alltag eines Domainbesitzers. Im Laufe der vielen Jahre kamen dann Zweifel auf, ob ich mit meiner bisherigen Strategie richtig liege. Daher möchte ich Ihnen beschreiben was mich zu den Flatfile CMS, im speziellen Bludit, geführt hat.

Bekanntheit

WordPress ist sehr beliebt - das ist Fakt, jedoch genau das ist das Problem, denn es ist auch bei Hackern beliebt und folglich DAS Angriffsziel schlechthin. In der Vergangenheit habe ich dies öfters schmerzhaft feststellen müssen. Bludit ist weniger bekannt und es liegt auch keine SQL-Datenbank im Hintergrund die es zu occupieren gilt, daher ist Bludit (so wie viele andere Flat File CMS) weniger Angriffsziel von Hackern. Auch das Polling durch Spam-Roboter ist extrem klein, denn mögliche Kommentarfunktionen die Angriffsfläche liefern gibt es schlichtweg überhaupt nicht.

Layouting und Leser-Verhalten

Schaue ich mir die vielen tollen Layouts an die man sich unter WordPress kostenlos installieren kann dann werde ich schon neidisch, schaue ich mir jedoch meine Statistik an, dann stelle ich fest, das 90% meiner Leser die Seiten mit dem Smartphone durchstöbern. Dabei tritt ein interessanter Effekt auf. Aufgrund der Resposivität schaltet das CSS auf einen kleinen Bildschirm um - das kennen wir ja. Zuvor mehrspaltige Beiträge werden einspaltig, Textblöcke rutschen untereinander und so weiter, mit der Folge, alle Webseiten sehen irgendwie gleich aus. Bilder und Text stehen untereinander und die kreative Individualität einer opulenten Monitoranzeige ist futsch. Die noch über bleibenden Unterschiede beschränken sich meist auf Farben, Schriftfonts oder andere marginale Unterschiede.

Nun muss ich mich ernsthaft fragen, tue ich mir das teure Layouting für die 10% meiner PC-Besucher an oder konzentriere ich mich lieber auf die 90% meiner Smartphone-Leser (wir reden dabei von 900.000 bis 1.800.000 Lesern)? Aus meiner Sicht ist das ein extrem wichtiger Aspekt, denn das Smartphone ist zur zentralen Plattform für die Gestaltung des persönlichen und beruflichen Alltags geworden, daher sehe ich das Smartphone als strategische Architektur im Web an, um nicht sogar zu behaupten es ist die führende Architektur. Nicht umsonst bevorzugt Google Webseiten deren Inhalte auf Smartphones optimiert bzw. responsiv sind.

Somit ist die Argumentation, WordPress hätte die schönsten Templates, so ziemlich futsch - denn die wahre Schönheit dieser Templates entfaltet sich nur bei ganz wenigen Lesern (sofern Sie dann auch tatsächlich ein schönes auswählen).

Pflegeaufwand

Der Pflegeaufwand meiner WordPress oder gar Joomla Seiten war in der Vergangenheit immer extrem Zeitintensiv. Sei es das DB Backup oder die Verzeichnispflege. Bludit besteht ausschließlich aus ganz normalen ASCII-Dateien die für den Menschen lesbar sind. Es müssen also keine Tabellen-Überhänge oder Index-Korrekturen, wie es bei Datenbanken der Fall ist, durchgeführt werden. Das ist sehr angenehm!

Domain-Umzug

Dies ist in meiner Erfahrung der schwerwiegenste Punkt, der Umzug des Domaininhaltes zu einer neuen URL. Unter WordPress und Joomla war diese Arbeit eine Wackelpartie und Katastrophe, unter Bludit reicht ein simpler Copy-Befehl und das war es schon. Webseiten die mit Bludit erstellt sind können sehr einfach umziehen, lediglich eine einzige Datei muss dafür noch angepasst werden. Diese Reduktion der Arbeit macht dieses CMS so interessant für mich, denn ich habe wirklich die Nase voll von dieser ganzen Arbeit mit WordPress und co.

Kommentarfunktion

Jetzt könnte man durchaus argumentieren "ja aber es gibt keine Kommentarfunktion bei Bludit...". Hier muss ich allerdings entgegnen, die Kommentarfunktion auf meinen WordPress Seiten habe ich schon nach kurzer Zeit abgestellt, denn dabei kommt nur wenig sinnvolles herum gekommen.



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Autor: Oliver Lohse   Datum: 2020-07-30   Kategorie: Bludit   Schlagworte: Workflow